Lisa Eilts ist im Schuljahr 06/07 Gastschülerin in Neuseeland.

   
  kia ora from New Zealand =))
Knapp&nb sp; 3 Monate hier, habe ich Neuseeland schon naeher kennen gelernt als mir lieb ist. Nach einer durch falschem Bombenalarm in Bangkok verlaengerten 55 stuendigen Reise kamen ich und 20 Austauschschueler aus aller Welt in Auckland an.
Voellig erschoepft reisten wir weiter zu einem Orientationcamp, wo ich prompt meinen ersten Schock bekam. Ich holte Glaeser aus dem Schrank, als ich ploetztlich mehrere riesige Blaetter auf der Hand hatte. Blaetter mit langen haarigen Beinen. Nachdem ich schreiend durchs ganze Camp gelaufen war, erklaerte man mir, ich haette in ein Vogelspinnennest gegriffen....
Nach 4 weiteren Tagen war der Jetlag immer noch da und wir waren durch Kulturschockfrustriert und wollten nach Hause. Wir fuhren dannmit Bussen zu unseren Familien, dort waren die ersten Tage realistisch gesagt noch beschissenerund wurden von Heimweh bestimmt.
Inzwischen habe ich mich mehr als eingelebt! Anfangs war es schwierig, Freunde zu finden, da es hier in Neuseeland ziemlich heftig ist mit der Cliquenbildung. Es gibt die Sportlichen, die Zicken, die Musiker,....! Doch nach etwa einem Monat habe ich nicht nur viele Austauschschueler kennengelernt und in einer Koreanerin meine beste Freundin gefunden.Ich habeauch meine Gruppe gefunden (die Musiker *g*).Der "Schulalltag" ist mit meinen Faechern, woodwork, physical education, outdoor
education, farming, sewing und English, keine richtige Schule, sondern eher Freizeit und Spass. Ich werde morgens um 8 uhr vor meiner Haustuer vom Schulbus aufgepickt und fahre etwa 30 Minuten zur Schule. Nachmittags komme ich gegen 4 oder halb 5 wieder nach Hause. Alles findet in der Natur statt, und damit meine ich nicht nur, dass ich inzwischen Traktor fahren, Kuehe melken und Wildwasser-canoying kann.Auch der Sportunterrichtfindet bei 10 Grad drausen statt...barfus ;-) Die Schuluniform besteht aus einem aermellosen Shirt und kurzen Hosen, bzw. Minirock fuer die Maedchen. Da ich nur fuer ein halbes Jahr hier bin, muss ich Sie nicht tragen und ich bin dankbar dafuer, da sie sie nicht nur kalt, sondern auch teuer ist.
An den Wochenenden macht mein Gastvater Buschwalks mit mir. Mit Trekking Rucksack gehts dann in die dschungelartige Natur, was nicht ganz ungefahrlich, aber dafuer spannend ist. Ausserdem reise ich viel mit meiner Gastmutter aber auch
mit meinen Freunden, ode rich gehe zu neuseelaendischen Partys, an die ich mich nie gewoehnen werde. Party bedeutet soviel wie jeder kann kommen, viele Drogen und sehr viel Alkohol von 6pm-6am!!
Ein echtes Problem ist das Autofahren. Ich habe mich zwar darangewoehnt, 15- jaehrige hinter dem Steuer zu sehen, aber nicht gewoehnen kann ich mich an den Fahrstil (das Motto lautet: moeglichst schnell, moeglischt gefahrlich, moeglichst idiotisch!)."Erst" mit16 darf man passengers mitnehmen, aber wie dumm diese Regelung ist, sieht man daran, dass waehrend ich hier bin schon 2Jugendliche aus meinem Ort durch Unfaelle gestorben sind und auch ich habe schon 2 (wenn auch ungefahrliche) crashs hinter mir.
Auch sonst ist alles anders hier. Das Essen is ungesund aber quit yummy, ich lerne Gittare, beide Nationalsportarten (Rugby& Netball) und natuerlich surfen&tauchen, wo ich auch schon eine Begegnung mit einem Hai hatte *schluck*. Alle Leute hier sind
einfach nur nett. Man ist offen und freundlich. Bestes Beispiel ist, dass ich von einem Maedchen zu ihrem Gebby eingeladen wurde nachdem wir uns 2 Minuten in einem Geschaeft an der Kasse unterhalten haben!
Mein einziges Problem ist, dass ein Tag schoener ist als der andere und ich gar nicht daran denken will, dass ich schon im Dezember wieder in Deutschland bin=( ! Insofern, liebe Gruesse vom schoensten Ende der Welt,
Eure Lisa
 

 

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